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Jede Anwendung von Pflanzenbehandlungsmitteln zur direkten Bekämpfung von Schädlingen stellt nur eine Notmaßnahme dar. Im Vordergrund sollten immer gärtnerische Maßnahmen zur Gesunderhaltung der Pflanzen stehen. Zu den Pflanzenbehandlungsmitteln zählen sowohl die Pestizide als auch die Pflanzenstärkungsmittel. Pestizide werden mit dem Sinn eingesetzt, als Schädlinge definierte Organismen zu schädigen bzw. zu töten.
Eine unerwünschte Wirkung auf Menschen oder Nicht-Ziel-organismen kann somit nicht ausgeschlossen werden. Pestizide, die Naturstoffe als Wirkstoffe enthalten (wie pyrethrumhaltige Präparate) weisen gegenüber solchen auf der Basis synthetischer Wirkstoffe, nur geringe Vorteile auf. Natürliche Wirkstoffe sind im Allgemeinen in der Umwelt schnell und vollständig abbaubar. Sie werden jedoch zum Teil durch synthetische Nachbauten ersetzt, die mit den Naturstoffen kaum noch etwas gemeinsam haben. Unerwünschte Wirkungen auf den Menschen können aber sowohl natürliche als auch synthetisch nachgebaute Wirkstoffe gleichermaßen haben. Als relativ unbedenklich gelten Präparate mit dem Wirkstoff Lezithin gegen Mehltauerkrankungen. Im Gegensatz stehen die Pflanzenstärkungsmittel, die die Widerstandsfähigkeit von Pflanzen gegen Schadorganismen erhöhen. Sie gelten als unbedenklich. Präparate, die Insekten oder Nagetiere mit Hilfe ätherischer Öle vertreiben sollen, gelten ebenfalls als unbedenklich.
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