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Müll gehört nicht in den Wald und schon gar nicht Abfälle aus dem Garten wie Rasen- und Heckenschnitt, Blumen, Laub usw. Viele Menschen entsorgen diese Abfälle ohne schlechtes Gewissen z.B. im benachbarten Wald, im nächsten Straßengraben oder in andere natürlich entstandene Bodenvertiefungen und haben oft sogar noch das Gefühl, natürliche Prozesse in der Natur zu unterstützen. Durch Desinteresse oder Desinformation ahnen sie nicht, welche kaum reparablen Schäden sie in der Flora und Fauna anrichten. Durch den Eintrag von Samen exotischer Pflanzen, die als Ziergewächse nach Deutschland importiert worden sind, wird die heimische Pflanzenwelt empfindlich gestört. Konkurrenzstarke Exoten verdrängen schwache und dadurch meistens auf der „Roten Liste“ stehende Wildgewächse durch Überwucherung. Einheimische Pflanzenarten sterben aus und damit auch unzählige Käfer-, Schmetterlings- oder Libellenarten deren Larven ausschließlich von einer ganz bestimmten Pflanze leben. Es gibt sogar Exoten, wie zum Beispiel den Riesenbärenklau, der durch seine Giftigkeit und aggressiven Säfte Hautverbrennungen verursacht und dem Menschen extrem gefährlich werden kann.
Gartenabfälle zersetzen sich zwar, aber dadurch wird der Boden an den Lagerplätzen extrem mit Nährstoffen, insbesondere Stickstoff angereichert. Das hat nicht nur starke Grundwasserkontaminationen zur Folge. Es breiten sich zusätzlich große Inseln stickstoffliebender Pflanzen aus. Ganz besonders die Brennnessel gehört dazu. Sie verdrängt unzählige Pflanzenarten der „Roten Liste.“
DESHALB: Nutzen Sie die Kompostierplätze oder die Biotonnen des Landkreises Stade. Am umweltfreundlichsten handeln Sie jedoch, wenn alle Gartenabfälle auf dem eigenen Grundstück kompostiert werden.
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